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Lebenserfahrungen
Wußtest du, daß du dir die eigenen Erinnerungen und Erfahrungen selbst
herstellen kannst?
Das ist so eine tolle Sache, die ein menschliches Bewußtsein machen kann; das
ist eine Fähigkeit, die uns die Schöpfung als Geschenk mitgegeben hat, und die
Tiere nicht haben.
Tiere haben nur ihre eigenen, wirklichen Lebenserfahrungen.
Ein Hund kann dir nicht erzählen, daß er vor 30 Jahren von einem bösen Mann
im schwarzen Mantel geschlagen worden war, wenn das nicht auch genauso passiert
ist.
Aber wir können das.
Wir können das nicht nur bewußt lügnerisch erzählen, sondern wir können
tatsächlich die Energieformen erdenken, erstellen und beschwören, die unsere
eigene Energiematrix so verändern, ALS OB ES TATSÄCHLICH UND WIRKLICH GESCHEHEN
WÄRE.
Es gibt Tausende von Fällen, wo „falsche Erinnerungen" zwischen einem
Betreuer und deren Klienten hypnotisch und magisch in die Realität gezaubert
worden sind. Diese „falschen" Erinnerungen wurden so real, daß Väter, Großväter,
Onkel und Brüder, die überhaupt nichts getan haben, bis heute noch dafür im
Gefängnis sitzen.
Ja, und auch Klienten, denen so etwas gar nicht passiert ist, bis heute noch
in der Therapie sitzen. Oder sogar schon an Krankheiten, die durch diese
„falschen Erinnerungen" ausgelöst worden waren, gestorben sind.
Das ist die Macht des Bewußtseins.
Wir werden uns ihrer nur dann bewußt, wenn etwas so schief zu laufen scheint,
wie es mit den „falschen" Erinnerungen passiert ist.
Aber wir müssen die ganze Sache mal umdrehen, denn wenn wir das tun, dann
verstehen wir ja auch sofort, daß wir uns an die Stelle furchtbarer und
grausamer „falscher" Erinnerungen von satanischen Quälereien auch genau so gut
wunderbare, unterstützende Erinnerungen von engelhafter Liebe selbst einbauen
können.
Und das ist ganz einfach, wenn man das richtig angeht und den Willen dazu
hat, nicht mehr das Treibholz des eigenen Bewußtseins oder das von anderen zu
bleiben, sondern sich selbst ganz neu zu erziehen, sich selbst genau die
Erfahrungen zu erschaffen, die man HEUTE UND MORGEN wirklich braucht, um eine
richtiges Menschenleben zu führen.
Das ist so einfach, wie es war, die alten falschen Erinnerungen zu erstellen.
Da braucht ja nur der Therapeut zu fragen, „Wann ist es denn passiert?„
Um diese Frage überhaupt behandeln zu können, muß eine GEDANKENFORM entstehen
– nämlich eine zuerst neblige, schwache und dünne Gedankenform, aber nun ist sie
wirklich da: „Es MUSS WAS PASSIERT SEIN ..."
Nun geben wir dieser nebligen Form mehr und mehr Gestalt, einfach, indem wir
immer weiterfragen, und jede Frage trägt in sich schon den Hinweis, wie man eine
Antwort findet.
„WANN ist es passiert?" gibt uns einen Punkt auf der Zeitlinie des Lebens,
genau so, wie man den Stift zum erstenmal aufs weiße Blatt Papier setzt.
„WO ist es passiert? Drinnen, oder draußen? Wie war das Wetter an dem Tag?
Was hast du angehabt? Wer war der Mann? Was hat er angehabt? Was hat er gesagt,
was hat er gemacht?„
Mit jeder Frage, mit jeder Antwort, wird das Gedankenfeld dichter, wächst es,
wird es REALER.
Spiele dieses Spielchen mit einem Zweiten, der dich genau darin unterstützt,
und sogar wenn man die Regeln der Zauberwelt nicht kennt, dann kann man schon
nach zwei solcher Sitzungen gar nicht mehr den Unterschied zwischen einem
„natürlichen" und einem „handgestrickten" Gedankenfeld erkennen.
Ist das eine schlimme Sache? Nein. Es ist nur dann eine schlimme Sache, wenn
man nicht weiß, was man tut, und vor allen Dingen, wenn man sich SCHLIMME SACHEN
mit diesem System einbaut.
Ich habe dieses System benutzt, um mir endlich eine GUTE Erinnerung und
Erfahrung über das erste Mal, daß ich als junge Frau mit einem Mann geschlafen
habe, einzubauen, denn es muß gesagt sein, daß die REALITÄT dieser Erfahrungen,
wie sie „wirklich" waren, so furchtbar viel zu wünschen übrig ließ, es hat mir
30 Jahre lang diesen Teil des Lebens richtig und vollständig versaut.
Ich habe mich einfach hingesetzt und genau wie in der Therapie, einfach
angefangen, mir die richtigen Fragen zu stellen. „Wie alt warst du denn, als du
dein erstes, wunderschönes und erleuchtendes sexuelles Erlebnis gehabt hast?„
Nun muß man dann halt die „wirklichen" Erinnerungen so ein bißchen zur Seite
stellen, und einfach loslegen. „Ich war 14 Jahre alt."
„Und wo ist das passiert?" – „In einem Schlafzimmer eines Mannes."
„Wie alt war der Mann?" – „Der muß wohl so um die 35, 40 Jahre alt gewesen
sein."
„Was hatte er an? Wie sah er aus? Was hattest du an? Wie fühltest du dich?
Was ist geschehen? Was hat er gesagt, was hat er getan?„
Und so geht es dann weiter. Je mehr Details erfragt werden, desto REALER wird
die Gedankenform.
Es hilft auch, anderen darüber zu erzählen, und die neue Gedankenform genau
so zu behandeln, als ob es eine richtige Erinnerung wäre – der wundervolle Mann,
der mir so zärtlich und behutsam meinen Körper erklärt hat, hatte eine
rotbraune, seidene Tagesdecke auf seinem Bett. Wenn ich diese Farbe sehe, oder
wenn ich Seide unter den Fingerspitzen fühle, denke ich immer an diesen
wunderschönen Nachmittag ...
Dieses „Erinnerungen bauen" ist eine der vielen, vielen wundervollen und
unheimlich heilenden Dinge, die wir mit dem Bewußtsein und dem Energiebewußtsein
zusammen machen können.
Das ist wirkliche Freiheit von der Vergangenheit.
Wenn nun die Mutter nie gesagt hat, das sie dich liebt, und du brauchst das,
um HEUTE weiter vorwärts zu kommen, dann mach dir einfach eine Erinnerung daran.
Wann genau war das? Wo war das? Welche Jahreszeit? Was hat sie angehabt? Wie
haben die Tränen in ihren Augen ausgesehen, wie hast du dich gefühlt, als du sie
gesehen hast, ihre Worte gehört hast? Was hat dieser Moment für dich bedeutet?
Mache es mehr und mehr real, bis du tatsächlich in Tränen bist und das Ganze von
einem einfachen Gedankenspiel in ein wirkliches Erlebnis, das du im eigenen
Körper fühlen kannst, umgeschlagen ist.
Trage diese kostbare Erinnerung für eine Zeit mit dir herum, und wenn du
genug genossen hast, dann lass sie einfach, wie alles andere, richtig durch dich
hindurchgehen und zur echten Vergangenheit werden.
Dann hast du endlich das, was du immer wolltest, was immer das auch gewesen
sein mag. Du hast es dir selbst erschafft und bist dadurch nicht mehr von
anderen Bewußtseinen, die ja nicht wissen, wie wichtig so etwas für einen
richtigen Gesamtmenschen ist, abhängig.
Und was noch viel, viel schöner ist, ist, daß wir dann nicht mehr solchen
Dingen aus der Vergangenheit hinterher jagen müssen, sondern uns NEUE ZIELE
setzen können, die Lichtjahre weit über „meine Mutter hat mich nie geliebt ..."
hinaus führen.
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